Eine gute Investition

Um Bad Wörishofen auch in Zukunft sicher mit Trinkwasser versorgen zu können, sanieren wir in diesem Jahr den Hochbehälter in Harenthal.

Das Trinkwasser in Deutschland gehört zu einem der bestkontrollierten Lebensmittel und ist von sehr hoher Qualität. Damit dies so bleibt, braucht es allerdings auch beständige Investitionen in die Infrastruktur der Versorgung. In der Kneippstadt Bad Wörishofen war beispielsweise der Hochbehälter in Hartenthal nun schon etwas in die Jahre gekommen. Daher beauftragten wir 2020 ein Ingenieurbüro aus Kempten mit der Sanierungsplanung. In diesem Trinkwasserspeicher gibt es zwei Behälter, von denen einer noch aus dem Jahr 1936 stammt. Dieser wurde bereits vor zehn Jahren mit modernem Edelstahl ausgekleidet. Der zweite und später dazugekommene Behälter bestand dagegen aus Beton mit einer entsprechenden Beschichtung. Er wird durch einen neuen, wesentlich größeren Rundbehälter in kompletter Edelstahlbauweise ersetzt. Dieser wird dann ein Fassungsvermögen von circa 900 Kubikmetern besitzen – bei einem Behälterdurchmesser von 14 Metern und einer Behälterhöhe von 6 Metern.

Mit schwerem Gerät wurden die alten Kammern abgebrochen. Das Material wurde teilweise aufbereitet und wiederverwertet.

Mit schwerem Gerät wurden die alten Kammern abgebrochen. Das Material wurde teilweise aufbereitet und wiederverwertet.

Mit schwerem Gerät wurden die alten Kammern abgebrochen. Das Material wurde teilweise aufbereitet und wiederverwertet.

Sanierung stärkt Versorgungssicherheit

Ende Mai begann die Firma Scharpf aus Dirlewang mit dem Abbruch der alten Kammern, nachdem zuvor die oberste Bodenschicht abgetragen wurde. Stück für Stück wurde der alte Behälter immer kleiner. Fein säuberlich getrennt konnten wir das Abbruch- und Aushubmaterial auf einem Zwischenlager anhäufen. Das Material wird wieder aufbereitet und für den Untergrund sowie die Verfüllarbeiten wiederverwendet. „Somit kann ein großer Teil der Kosten, die durch die Entsorgung und Neubeschaffung von Materialien entstehen würden, eingespart werden. Die zu verbauenden Altmaterialien wurden selbstverständlich durch ein Labor untersucht und freigegeben“, berichtet der mitverantwortliche Projektleiter Michael Schweiger. Die Untergrundarbeiten sind mittlerweile fast fertiggestellt, der Blitzschutz am Fundament wurde eingelegt und die Vorbereitungen für die Betonarbeiten wurden getroffen. Die komplette Baumaßnahme soll bis Ende dieses Jahres beendet sein. „Diese Sanierung, zu der wir uns entschlossen haben, wird die Versorgungssicherheit nicht nur erhalten, sondern sogar noch erhöhen“, erklärt zufrieden Michael Schweiger. 


Hier kommt unser Wasser her: Das Trinkwasser für die Stadt Bad Wörishofen gewinnen wir aus den Brunnen Kaufbeurer Straße und Altensteig sowie dem Quellgebiet Eggenthal. Die maximale Fördermenge liegt in Summe bei rund 225 Litern pro Sekunde. Speichern können wir das Trinkwasser in zwei Hochbehältern in Dorschhausen und Hartenthal. Letzterer wird aus den Quellen bei Eggenthal gespeist, die sich auf einer Höhe von circa 735 Meter ü. NN befinden und somit rund 45 Meter höher liegen als der Hochbehälter.


Unser „Neuer“!

Michael Schweiger verstärkt seit 1. April 2021 als Gas- und Wassermeister bei den Stadtwerken Bad Wörishofen unser Team. Gemeinsam mit Helmuth Werner betreut er die Gas- und Wasserversorgung. Er ist auch der mitverantwortliche Projektleiter für die Sanierungsmaßnahmen beim Hochbehälter in Hartenthal.
In seiner Freizeit widmet sich der 32-jährige Familienvater der Musik: Er spielt Trompete, unter anderem in der Stadtkapelle Bad Wörishofen. Außerdem ist er Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wörishofen.
Herr Schweiger ist gelernter Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und hat 2011 seine Meisterprüfung als Installations- und Heizungsbauer abgelegt.
Wir freuen uns, dass wir für diese wichtige Position einen Meister mit langjähriger Berufserfahrung gewinnen konnten.

Fotos: Stadtwerke Bad Wörishofen