Für Flora & Fauna

Das Wasserwirtschaftsamt Kempten hat eine klare Vorstellung: Die Wertach soll lebendiger und naturnaher werden. Dabei helfen auch unsere Ökoinseln.

Bereits im Jahr 2019 haben wir im westlichen Teil des Wörishofer Stausees eine Ökoinsel – das ist ein sogenannter Struktureinbau in Gewässern – eingebracht. „Hier konnten wir bereits eine schöne Entwicklung mit kleinen und größeren Fischen, Libellen, Wasserläufern und anderen Insekten feststellen. Mittlerweile haben sich dort auch Pflanzen angesiedelt, die Schatten im Wasser verursachen“, berichtet Projektleiter Peter Kögel über die bestehende Ökoinsel.

Der Gewässerentwicklungsplan des Wasserwirtschaftsamts Kempten für die Wertach sieht genau solche ökologischen Verbesserungen für Flora und Fauna vor. Denn die Wertach soll lebendiger und naturnaher werden. Die Ideen aus dem Gewässer-
entwicklungsplan und auch der Wunsch der Fischer nach mehr Unterschlupf für Fische war für uns Motivation genug, noch eine weitere Ökoinsel zu schaffen. Sie liegt gut 20 Meter südlich der bisherigen und ist insgesamt circa 20 Meter lang. Rund 60 Tonnen Flussbausteine und einige Fuhren Kies mussten wir für sie in den See einbringen. Sie ist neuer Lebensraum mit Verstecken und Flachwasserzonen für viele Lebewesen und wird positive Entwicklungen im See voranbringen.

Die bereits 2019 eingebrachte Ökoinsel hat sich gut entwickelt..

Nur für die Natur

Die kleine längliche Insel soll trockenen Fußes nicht erreichbar sein und auch nicht zum Aufenthalt einladen. Sie soll auch nicht als Grill- oder Angelplatz dienen, sondern ausschließlich den Tieren und Pflanzen vorbehalten bleiben. Wir warten mit Spannung die weiteren Entwicklungen und den Erfolg dieser neuen Ökoinsel im Stausee ab. Bei solchen Projekten sind viele Aspekte mit zu berücksichtigen, wie: Die Einbauten sollten das nächste Hochwasser schadlos überstehen, der Damm darf dabei auf keinen Fall
in Mitleidenschaft gezogen werden und die Pflege soll möglichst einfach und mit wenig Aufwand bewerkstelligt werden. Zudem muss die Haltbarkeit einer solchen Struktur gewährleistet sein, bis sich die Natur selbst genügend Möglichkeiten ge-schaffen hat, diese zu festigen. Es ist ein richtig spannendes Projekt.

Mit dem Schreitbagger haben wir
60 Tonnen Flussbausteine eingebaut. Durch den Einsatz dieses speziellen Geräts wurde der Untergrund geschont, denn der Damm ist nicht für stärkere Belastungen ausgelegt.

Fotos: Stadtwerke Bad Wörishofen