Kalte Beinwickel

Die Kombintaion aus Fuß- und Wadenwickel hilft gegen viele Beschwerden. Hier die Anleitung.

Der Beinwickel ist eine Kombination aus Fuß- und Wadenwickel, der bis über das Knie oder auch bis zur Hüfte (verlängerter Beinwickel) reicht. Der kalte Beinwickel ist geeignet bei Kniegelenksarthrose, Überhitzungen wie Fieber oder Sonnenstich, lokalen Entzündungen, wie Venenentzündung, Blutergüssen oder Prellungen. Er hilft aber auch bei Bluthochdruck, Überanstrengung nach langem Stehen und Gehen oder bei Einschlafstörungen.

Benötigt werden:

3 Wickeltücher in Leinen, Baumwolle und Woll-/Flanell. Als Fertig-Set sind Kneipp-Wickeltücher in Apotheken erhältlich.

So wird’s gemacht:

  • Das Leintuch in nicht zu kaltes Wasser tauchen; leicht auswringen.
  • Die Tücher faltenlos und straff um das Bein wickeln: Auf der Haut das Leintuch, darüber das Baumwolltuch/Zwischentuch, abschließend das Wolltuch.
  • Gut zudecken und ruhen.
  • Zum Wärmeentzug, zur Fiebersenkung oder zur Entzündungshemmung beträgt die Liegedauer im Allgemeinen 15 bis 20 Minuten.
  • Um eine reaktive körpereigene Wärme zu erzeugen, zum Beispiel bei Gonarthrose (Arthrose des Kniegelenkes), sollte man dagegen bis zu 1,5 Stunden liegen.

Wirkung:

  • wärmeentziehend (bei einer Liegedauer bis ca. 10 Minuten)
  • fiebersenkend
  • entzündungshemmend
  • gewebestraffend
  • schlaffördernd und beruhigend
  • schmerzlindernd (analgetisch)
  • vegetativ stabilisierend
  • blutdrucksenkend (antihypertensiv) und herzentlastend
  • blutdrucksenkend (antihypertensiv) und herzentlastend
  • stressmindernd (betasympathikolytisch) bei einer Liegedauer über 10 Minuten.

Foto: Kur- und Tourismusbetrieb Bad Wörishofen