Strom geben

Mit einem speziellen Autostrom-Tarif und zwei modernen öffentlichen Wallboxen nimmt die E-Mobilität der Stadtwerke Fahrt auf – und das ist nur der Anfang.

Elektrofahrzeuge sind kein Allheilmittel, um den Straßenverkehr klima- und umweltfreundlich zu gestalten, zieht das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in seiner Broschüre „Wie umweltfreundlich sind Elektroautos?“ ihr Fazit. Denn: Eine lebenswerte Stadt braucht dazu noch mehr öffentliche Verkehrsmittel, mehr Radverkehr und kurze Wege zwischen Arbeiten, Wohnen und Versorgung.

In Bad Wörishofen sind wir mit einem sehr guten Liniennetz im öffentlichen Nahverkehr, einem Elektro-Bus und bald auch E-Flexibus® (siehe Kasten) in unserer Flotte, bereits gut aufgestellt. Doch aller Voraussicht nach wird ein großer Teil der Verkehrsleistung auch künftig mit eigenen Personenfahrzeugen erbracht werden. Die Zukunft gehört hier, so der BMU, der Elektromobilität, schließlich gehen die fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas unwiderruflich zur Neige. Deshalb muss auch der Autoverkehr klima- und umweltfreundlicher werden.

Wichtiger Beitrag

Für den BMU wird das Elektroauto dabei einen wichtigen und vor allem einen zunehmenden Beitrag leisten. Das gilt besonders für den Klimaschutz, bei dem das Elektroauto bereits heute erhebliche Vorteile besitzt. Dieser Vorsprung wird weiter wachsen, denn der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung wächst stetig. In spätestens zehn Jahren – so alt wird heute in der Regel mindestens ein Auto bei uns – sollen erneuerbare Energien bereits den überwiegenden Teil des deutschen Strombedarfs decken. Wir sind da bei der E-Mobilität schon jetzt so weit: „Mit unserem neuen Angebot für Besitzer von Elektro-Fahrzeugen können Sie schon heute Ihr Fahrzeug mit Strom aus 100 Prozent Wasserkraft tanken“, erklärt Fabian Hildebrandt, seit Anfang des Jahres bei den Stadtwerken Bad Wörishofen in den Bereichen Netzmanagement und Elektromobilität tätig. Das neue Produkt, speziell für Elektro-Fahrzeugbesitzer, heißt SWBW Autostrom und bietet mit seinem Tag- und Nachttarif ein zusätzliches Einsparpotenzial: „Wer sich eine Wallbox am Haus oder in die Garage montiert, kann mit diesem Tarif sein Auto nicht nur mit erneuerbarem Strom tanken. Lädt er sein Auto über Nacht, zahlt er sogar den günstigeren Niedertarif. Wir beraten Sie dazu gern“, bietet Fabian Hildebrandt an. Sei es für den privaten Wagen zu Hause oder gleich den ganzen Fuhrpark von Gewerbe- oder großen Unternehmen: Fabian Hildebrandt erstellt gern unverbindlich bedarfsgerechte Konzepte für interessierte Kunden.

Wallboxen im Parkhaus

Fährt man mit dem Elektroauto längere Strecken oder in Urlaub, hilft einem die Wallbox zu Hause wenig. E-Mobilität kann nur mit einer guten Lade-Infrastruktur erfolgreich sein. Deshalb haben wir zwei neue Wallboxen im Parkhaus Kurpromenade eingerichtet. Sie können mit einer Ladesteckdose des Typs  2 und einer maximalen Leistung von 22  kW genutzt werden. Die Autorisierung und Freischaltung erfolgt über die gängigen RFID-Karten-, Apps-, SMS- oder QR-Code-Anwendungen. Auch die Abrechnung der 38 Cent pro Kilowattstunde und 1 Euro für jede Stunde Ladezeit können über die üblichen und anerkannten Verfahren abgerechnet werden. „Die Wallboxen sind bereits in die bekannten Ladekarten und Navigationssysteme eingepflegt, sodass es sicher den ein oder anderen Urlauber mit seinem Elektrofahrzeug in unsere schöne Stadt verschlagen wird“, freut sich Fabian Hildebrandt. Bei diesen Ladestationen soll es aber nicht bleiben, verspricht er. Wir können also gespannt sein.

Interesse?

Fabian Hildebrandt informiert und berät Sie gern in Sachen E-Mobilität: Telefon (0 82 47) 96 73-49 oder per E-Mail: hildebrandt@swbw.de. Ausführliche Infos zum Thema E-Mobilität finden Sie auch hier.

Hilfe beim Kauf eines E-Autos – dank Konjunkturpaket

Das Konjunkturpaket, das Ende Juni vom Bundesrat verabschiedet wurde, sieht auch Förderungen bei den Elektrofahrzeugen vor: Das Konjunkturprogramm hilft stärker als bisher beim Kauf oder Leasing von Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden. So steigt der Anteil des Bundes am Umweltbonus für reine Elektrofahrzeuge auf bis zu 6000 Euro, für Plug-in-Hybride auf maximal 4500 Euro. Das ergibt, zusammen mit dem Herstelleranteil, Förderprämien von bis zu 9000 Euro für den Kauf eines Elektroautos. Außerdem wird der maximale Netto-Listenpreis für Elektroautos, Plug-in-Hybride und Brennstoffenzellenfahrzeuge erhöht, bis zu dem der volle Umweltbonus gezahlt wird: Bisher lag er bei 30 000 Euro, in Zukunft sollen Wagen mit einem Netto-Listenpreis bis zu 40 000  Euro voll gefördert werden. Liegt der Netto-Listenpreis über 40 000  Euro, fällt die Prämie niedriger aus: Für reine Elektrofahrzeuge gibt’s maximal 5000  Euro, für Plug-in-Hybride bis zu 3750 Euro vom Bund.
Positive Nachrichten auch bei der Kfz-Steuer: Die bereits geltende zehnjährige Befreiung von der Kfz-Steuer für Elektrofahrzeuge wird bis zum 31. Dezember  2030 verlängert.

Fotos:Stadtwerke Bad Wörishofen